Martin Auer: Der seltsame Krieg, Geschichten für die Friedenserziehung

   
 

Der Träumer

Please share if you want to help to promote peace!

Der Träumer
Der blaue Junge
Auf dem Karottenplaneten
Angst
Noch einmal Angst
Die seltsamen Leute vom Planeten Hortus
Als die Soldaten kamen
Zwei Kämpfer
Mann gegen Mann
Der Krieg auf dem Mars
Der Krieg zwischen Sonne und Mond - und wie er beendet wurde
Der Sklave
Die guten Rechner
Der seltsame Krieg
Arobanai
Sternenschlange
Stau
Frieden beginnt bei dir selbst
Die zwei Gefangenen
Gerechtigkeit
Die verhexten Inseln
Geld
Im Krieg
Geschichte von einem guten König
Bericht an den Rat der Vereinten Sonnensysteme
Offene Worte von einem Europäer
Die Bombe
Vorwort
Kommentar des Autors
Download (Alle Geschichten in einer druckerfreundlichen Datei)
Wie kommt der Krieg in die Welt?
Gästebuch
Über den Übersetzer/die Übersetzerin
Über den Autor
Mail for Martin Auer
Lizenz
Creative Commons licence agreement

Es war einmal ein Mann, der war ein Träumer. Er dachte sich zum Beispiel: Es muss doch möglich sein, zehntausend Kilometer weit zu sehen. Oder er dachte sich: Es muss doch möglich sein, Suppe mit der Gabel zu essen. Er dachte: Es muss doch möglich sein, auf dem eigenen Kopf zu stehen, und er dachte sich:

Es muss doch möglich sein, ohne Angst zu leben.

Die Leute sagten zu ihm: ,,Das alles geht doch nicht, du bist ein Träumer!" Und sie sagten: ,,Du musst die Augen aufmachen und die Wirklichkeit akzeptieren!" Und sie sagten: ,,Es gibt eben Naturgesetze, die lassen sich nicht ändern!"

Aber der Mann sagte: ,,Ich weiß nicht... Es muss doch möglich sein, unter Wasser zu atmen. Und es muss doch möglich sein, allen zu essen zu geben. Es muss doch möglich sein, dass alle das lernen, was sie wissen wollen. Es muss doch möglich sein, in seinen eigenen Magen zu gucken."

Und die Leute sagten: ,,Reiß dich zusammen, Mensch, das wird es nie geben. Du kannst nicht einfach sagen: Ich will und deswegen muss es geschehen. Die Welt ist, wie sie ist, und damit basta!"

Als das Fernsehen erfunden wurde und die Röntgenstrahlen, da konnte der Mann zehntausend Kilometer weit sehen und auch in seinen eigenen Magen. Aber niemand sagte zu ihm: ,,Na gut, du hast ja doch nicht ganz Unrecht gehabt." Auch nicht, als das Gerätetauchen erfunden wurde, so dass man problemlos unter Wasser atmen konnte. Aber der Mann dachte sich: Na also. Vielleicht wird es sogar einmal möglich sein, ohne Kriege auszukommen.

   
 

Die Inhalte dieser Seiten sind durch registrierte Benutzer selbst veröffentlicht worden. Wenn Sie etwas bemerken, das nach Spam oder Missbrauch aussieht, kontaktieren Sie bitte den Autor.